Filialkirchen

Dazu zählen wir die Stadtpfarrkirche Mistelbach, die Kirche Maria Rast, die Kapelle in Ebendorf sowie die Kirche in Lanzendorf.

Pfarrkirche

Auf dem Kirchenberg ist sie der weithin sichtbare Mittelpunkt unserer Gemeinde. Eine romanische Kirche wurde unter Kaiser Josef II. abgerissen, sie war bekannt als Wallfahrtskirche mit dem Titel „Maria in der Gruft“.

Die jetzige Pfarrkirche wurde im 15. Jhdt erbaut und dem hl. Martin geweiht. Sie ist eine dreischiffige gotische Hallenkirche mit 4 Jochen und einer gotischen Vorhalle. Ursprünglich hatte sie Spitzbogengewölbe. Nach dem Brand von 1835 wurde das jetzige Tonnengewölbe eingesetzt, die kassettenartigen Felder im Presbyterium um 1640. Der untere Teil des Kirchturmes stammt aus dem 10. Jahrhundert und war damals als Wachtturm zum Schloss gehörig.

In der Pfarrkirche werden zwei Sonntagsgottesdienste und alle Hochfeste gefeiert. Außerdem finden alle Taufen ausnahmslos in der „Mutterkirche“ statt.

Standort

Geschichte

1740 wurde der alte Turm bis zu einer Höhe von 62 Metern (+ 3 m Kreuz) aufgeführt. Die Kirchenglocken mussten mehrfach neu gegossen werden. So nach dem Kirchenbrand, nach dem 1. und 2. Weltkrieg. Das jetzige Geläute ist aus dem Jahr 1950 und hat 5 Glocken. 1735 wurde der barocke Hochaltar aufgestellt. Das Hochaltarbild zeigt den hl. Martin als Soldaten und als Bischof. Es wurde 1880 von Josef Plankl gemalt, nachdem das alte Bild völlig eingedunkelt war. Über dem Martinsbild befindet sich das Bild „Maria Himmelfahrt“ (1735 von Johannes Schirl aus Ulrichskirchen).

In Tabernakelhöhe befinden sich sechs Reliefs mit Begebenheiten aus dem Leben des hl. Martin. Die gotische Madonna ist aus Sandstein und wird auf etwa 1400 datiert. Die Sebastianikapelle wurde in der Pestzeit angebaut. Im Jahre 1988 wurde als Abschiedsgeschenk bzw. Erinnerung an den scheidenden Pfarrer Pater Franz Seifert SDS ein Buntglasfenster mit Motiven zum Sonnengesang des hl. Franz von Assisi eingebaut. An der Nordwand der Kirche hängt ein mächtiges Kreuz aus den Jahren um 1580. Kreuzweg (Ferdinand Kainz, 1769) und Gnadenbild der schmerzhaften Mutter in der Seitenkapelle stammen aus der Wallfahrtskirche Maria in der Gruft.

Hier wird zu Weihnachten der Krippenaltar aufgestellt. Von den zahlreichen Altären im Kirchenschiff ist nur der des hl. Florian übrig geblieben mit einem Altarbild von Greipel, 1766. Oberhalb der Marienkapelle befindet sich seit dem Jahre 1994 eine Darstellung des hl. Leopold. Die alte elektropneumatisch gesteuerte Kegelladenorgel wurde zu Martini 2003 durch eine neue Schleifladenorgel ersetzt. Das Gehäuse wurde aus Mistelbacher Eiche von der Fa. Ranftler gefertigt, das Innenleben — die eigentliche Orgel — von der Vorarlberger Orgelbauerfamilie Pflüger.

In unmittelbarer Nähe der Kirche befindet sich der Karner — auch Katharinenkapelle — aus dem 12. Jahrhundert, ein Rundbau mit einem charakteristischen Tympanon und einem späteren barocken Dach. Der Karner ist Eigentum der Stadtgemeinde und diente bis 2020 als Aufbahrungshalle.

Gottesdienstzeiten

  • Sonntag: 9.30 Uhr und 19 Uhr (in den Sommerferien vormittags 10.00 Uhr)
  • Samstag: 18 Uhr (nur in den Sommerferien)

Maria Rast

In dieser Kirche gibt es einen Sonntags- und einen Werktagsgottesdienst, monatlich eine Familienmesse und in der Osternacht eine Auferstehungsfeier um 5 Uhr früh.
Architekt Prof. Herbert Prader, Kruzifix und Marienstatue von Prof. Kaindl.

Standort

Geschichte

Auf Grund des starken Anwachsens der Bevölkerung in den 1970er-Jahren im Norden der Stadt wurde eine eigene Gottesdienststätte für diesen Teil der Pfarre errichtet und im Oktober 1980 geweiht. Der Name „Maria Rast“ wurde gewählt, weil die Kirche im Grünen zur Rast einlädt. Maria rastet auf der Flucht nach Ägypten. Außerdem erinnert „Maria Rast“ auch an die Flüchtlinge, die nach dem 2. Weltkrieg vom Norden zu uns gekommen sind, ebenso an vietnamesische Familien, die in Mistelbach eine neue Heimat gefunden haben.

Gottesdienstzeiten

  • Donnerstag: 8.15 Uhr
  • Sonntag: 10.30 Uhr (jeden 1. Sonntag im Monat Familienmesse)
  • In der Osternacht eine Auferstehungsfeier um 5 Uhr früh

In den Sommerferien finden nur sporadisch Sonntagsmessen statt, diese entnehmen Sie bitte dem Pfarrbrief.

Ebendorf

In dieser Kapelle wird ein Werktagsgottesdienst und zu den Hochfesten Ostern, Pfingsten und Weihnachten eine Festmesse gefeiert.

Standort

Geschichte

Zum Dank für die Abwendung der Pest erbauten die Ebendorfer im Jahr 1680 eine Kapelle aus Holz, welche 1802 neu aufgemauert wurde. Die jetzige Kapelle mit dem Titel „Maria unter den Linden“ wurde von Ritter Dr. Josef Mitscha-Märheim 1903/04 gebaut, 1992 außen und 1997 innen renoviert.

Gottesdienstzeiten

  • Dienstag: jeden 1. & 3. im Monat um 18.00 Uhr
  • Zu den Hochfesten Ostern, Pfingsten und Weihnachten eine Festmesse

Lanzendorf

In dieser Kirche werden die Vorabendmessen der Pfarre gefeiert und zu den Hochfesten Ostern, Pfingsten und Weihnachten eine Festmesse.
Architekt: Albert Bürger, Innenausstattung: P. Ivo Schaible SDS.

Standort

Geschichte

Die Kirche in Lanzendorf wurde anstelle der alten Kapelle in den Jahren 1969-1970 erbaut und ist dem hl. Florian geweiht. Ihm ist das große Glasfenster mit den Flammen gewidmet.

Ein anderes Fenster zeigt das Andenken an den Salvatorianerpater Titus Helde, der von Russen 1945 im Kolleg erschossen wurde. Gleich neben dem Eingang befinden sich zwei Heiligenbilder (Öl auf Holz), die den heiligen Florian und den guten Hirten darstellen. Sie sind ca. 300 Jahre alt.

Ebenfalls den heiligen Florian zeigt eine Holzstatue gegenüber dem Eingang, die 1995 anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Kirche bei dem Schnitzer Franz Meyer aus Horn in Auftrag gegeben wurde. In der Kirche erinnert ein Ölgemälde von Elsemaria Schwarz an die Fronleichnamsprozession der Gesamtgemeinde aus dem Jahre 1998, die nach Lanzendorf führte und unter dem Motto stand: „Einzeln sind wir Töne – gemeinsam eine Melodie“.

Die alte Dorfkapelle wurde im Weinviertler Museumsdorf wieder aufgebaut. Die sogenannte Unterkirche wurde im Jahr 2002 neu adaptiert.

Gottesdienstzeiten

  • Samstag: 18:00 Uhr (während der Schuljahres)
  • Zu den Hochfesten Ostern, Pfingsten und Weihnachten eine Festmesse

Kollegskapelle

In der Kollegskapelle werden die Werktagsabendmessen gefeiert. Jeden Samstag ist im Grundzimmer Beichtgelegenheit. Mitten im Stadtgebiet ist die Kollegskapelle ganztägig geöffnet (8 bis 20 Uhr) und wird von vielen als ein Ort der Stille aufgesucht.

Standort

Geschichte

1661 übernahm der Barnabitenorden die Pfarrseelsorge in Mistelbach. Anstelle des alten Pfarrhofes bauten die Barnabiten ein großes Kolleg (1687-1700). Dieses Gebäude diente von 1698 – 1783 auch als Noviziat und als theologische Lehranstalt des Ordens. Von 1923 bis 1973 bewohnten die Salvatorianer als Nachfolger der Barnabiten das Kolleg und übersiedelten dann ins „neue“ kleinere Kolleg neben dem Pfarrstadel. Das „alte“ Kolleg beherbergt heute ein Übergangswohnheim im 1. Stock und ein Tageszentrum des Landes Niederösterreich für psychisch kranke Patienten, sowie die Pfarrkanzlei. In der Kollegskapelle befindet sich das Altarbild von Maria Hilf.

Die Barnabiten haben es aus der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Hilf in Wien VI hierher gebracht. Gegenüber der Kapelle liegt das Grundzimmer, ein Raum ehemals zur Verwaltung des Grundbesitzes mit einem Deckengemälde von Ferdinand Kainz aus 1750. Heute dient dieser Raum als Büro des Pfarrers und Besprechungsraum. Im 1. Stock befindet sich die Bibliothek mit einem großen Deckenfresko von Anton Maulbertsch. Am Treppenende im Erdgeschoß erinnert eine Tafel an den salvatorianischen Märtyrer Pater Titus Helde SDS, der im Jahre 1945 an dieser Stelle von russischen Soldaten erschossen wurde, als er Frauen und Kinder schützen wollte.

Gottesdienstzeiten

  • Montag: 18 Uhr
  • Mittwoch: 18 Uhr
  • Freitag: 18 Uhr